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Presseerklärung vom 21.07.2010

Presseerklärung des Deutsch-Türkischen Unternehmervereins in Mittelfranken e.V. (TIAD) vom 21.07.2010

anlässlich der Veranstaltung vom 21.07.2010

„Gewaltschutz und Scheidungsrecht

für türkische Frauen in Deutschland“

Der Deutsch-Türkische Unternehmerverein TIAD organisierte am 21.07.2010 in Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten der Stadt Nürnberg, Frau Ida Hiller, sowie der Stadträtin und Mitarbeiterin des Frauenhauses Nürnberg, Frau Gabriele Penzkofer-Röhrl, einen Vortrag über Gewaltschutz und Scheidungsrecht für türkische Frauen in Deutschland. TIAD engagiert sich als Unternehmerverein nicht nur in wirtschaftlichen Belangen. Vielmehr hat der Verein zahlreiche, erfolgreiche Unternehmer, die in ihrem Bereich bereits über langjährige Erfahrung im deutsch-türkischen Verkehr verfügen. So gibt es mehrere Anwälte, die im Bereich des oben beschriebenen Themas wichtige Erfahrungswerte und Hinweise weitergeben können. Gerade in dem angesprochenen Bereich erscheint uns die Vermittlung als äußerst wichtig, weshalb sich TIAD des Themas angenommen hat, zumal eine detaillierte Wissensvermittlung in der Literatur für jenen Bereich (türkische Frauen) eher fehlt.

Der Vortrag richtete sich in erster Linie an Praktikerinnen und Praktiker, welche im Rahmen ihrer täglichen Arbeit mit Fragen des Gewaltschutzes und familien-rechtlichen Problemlagen konfrontiert sind. Die Probleme wurden nicht nur aus juristischer Sicht, sondern auch aus praktischer Sicht durchleuchtet, um im konkreten Fall der Betroffenen schnell und korrekt helfen zu können. Im Besonderen wurden dabei spezifische Situationen tatsächlicher sowie rechtlicher Art im Falle einer türkischen bzw. türkischstämmigen Frau dargestellt, die bei der Bearbeitung einer Angelegenheit mit "türkischem Hintergrund" unbedingt zu berücksichtigen sind. Auch psychologische und kulturelle Hinweise wurden gegeben. Die Referentin und weitere anwesende Rechtsanwältinnen, mithin der Vorsitzende und Rechtsanwalt Emre Hizli verfügen über langjährige Erfahrungen mit türkischen Mandantinnen.

TIAD geht es bei alledem darum, Zeichen zu setzen. Explizit wird der Wunsch geäußert, dass türkischstämmige Frauen in Lebensqualität und Selbstbestimmung leben, die Zahl der überrepräsentierten türkischstämmigen Frauen in den Frauenhäusern schnellstmöglich zu senken, indem nicht nur Veranstaltungen für Frauen ins Leben gerufen werden, sondern vielmehr der Kontakt zu den Multiplikatoren und Meinungsführern gesucht wird, die dann die notwendigen Informationen weiter vermitteln. Vornehmlich in den Köpfen der Männer, hier der türkischstämmigen, muss im 21. Jahrhundert ein Umdenkungsprozess stattfinden, zumal in einem Land, in dem die Werte der Aufklärung Gegenstand des alltäglichen Lebens sind. TIAD will alle ermuntern, sich in diesem Feld zu engagieren. TIAD jedenfalls wird auch in Zukunft alles Notwendige zu tun, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Für Ende September ist zudem eine weitere Veranstaltung geplant, bei der es um die berufliche sowie wirtschaftliche Integration der türkischen Frau in der Metropolregion Nürnberg gehen wird, so der Vorstand.

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