TIAD

Deutsch-Türkischer Unternehmerverein in der Europäischen Metropolregion Nürnberg e.V.

Presseerklärung vom 20.03.2010

Presseerklärung des Deutsch-Türkischen Unternehmervereins in Mittelfranken e.V. (TIAD) vom 20.03.2010 anlässlich der Wahl des Integrationsrats in Nürnberg

TIAD zeigte sich engagiert und rief zur Beteiligung an der Wahl zum Integrationsrat auf. Am 20.03.2010 hat TIAD Kandidaten für die Wahl des neuen Integrationsrats in Nürnberg eingeladen. Mehrere Kandidaten sind erschienen und haben sich und ihre Vorstellungen über die Arbeit des Integrationsrats dargestellt. TIAD hat dem seine Vorstellungen und Wünsche gegenübergestellt, wodurch für beide Seiten ein interessanter und zukunftsorientierter Informationsaustausch stattfinden konnte.

Der Deutsch-Türkische Unternehmerverein in Mittelfranken e.V. (TIAD) dankt der Stadt Nürnberg für das Engagement in Sachen Integration und Zuwanderung. Auch schon in der Vergangenheit haben die Verantwortlichen der Stadt Nürnberg immerzu die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Bestrebungen zur Integration ausländischer Bevölkerungsgruppen in Nürnberg gesehen.

Mit der Wahl des Integrationsrats sind nun aber alle Menschen mit Migrationshintergrund selbst gefragt. Deren Engagement und Einsatz werden den Erfolg der Arbeit des Integrationsrats bestimmen. Als öffentliche kommunale Einrichtung vertritt der Integrationsrat  die Belange der Zuwanderer in Nürnberg. Insbesondere wirkt er mit, deren Lebensverhältnisse zu verbessern und das friedliche und gleichberechtigte Zusammenleben in der Stadt zu fördern.  Der Integrationsrat berät den Stadtrat in allen Fragen, die Zuwanderer in Nürnberg betreffen und zum eigenen Wirkungskreis der Stadt gehören. Dies geschieht durch eigene Anregungen und durch Stellungnahme auf Anforderung des Stadtrats oder der Stadtverwaltung, dies soweit die kommunale Satzung der Stadt Nürnberg betreffend den Integrationsrat.

Eine vernünftige und erfolgreiche Integrationsarbeit und –politik des Integrationsrats verlangt eine Auseinandersetzung mit den Belangen aller Zuwanderer. Diese Aufgabe ist nur zu lösen, wenn etwa die türkische Bevölkerungsgruppe in ihrer ethnischen Vielfalt erkannt und gemeinsame Wege herausgearbeitet werden. Hierzu ist notwendig, dass die Gewählten den persönlichen Kontakt zu Vereinen und ähnlichen Einrichtungen der Zuwanderer suchen, ohne auf die ethnische Gruppierung fixiert zu sein, der die Gewählten selbst angehören. Hier ist die Öffnung der Gewählten zu allen ethnischen Gruppierung sehr entscheidend über das Gelingen des Projektes „Integrationsrat“. Keinesfalls dürfen einseitige Interessen vertreten werden. Hier sehen wir vor allem die Aufgabe, gerade zwischen den Gruppierungen zu vermitteln, gemeinsame Projekte zu lancieren und darauf hinzuweisen, dass ein friedliches und gleichberechtigtes Leben nur möglich ist, wenn die Menschen mit gegenseitigem Respekt aufeinander zu gehen, ohne jeden Vorbehalt. Wir sehen eine weitere Aufgabe des Integrationsrats darin, Menschen mit Migrationshintergrund eben zusammen zu führen, um den gegenseitigen, von Respekt und Toleranz geprägten Zusammenhalt zu fördern.

Der Integrationsrat darf nicht als Selbstzweck begriffen werden. Er ist nicht eine rein formale Einrichtung. Nein, der Integrationsrat ist tatsächlich mit gewichtigen Rechten ausgestattet. Ihm kann für eigene Veranstaltungen und Aktivitäten sogar Haushaltsmittel der Stadt Nürnberg zur Verfügung gestellt werden. Die Anregungen des Integrationsrats sollen in der Stadtratskommission für Integration innerhalb von drei Monaten behandelt werden. Tritt die Kommission der Anregung bei, wird über sie im Stadtrat oder zuständigen Ausschuss entschieden. Tritt sie der Anregung nicht bei, kann der Integrationsrat nach nochmaliger Beschlussfassung Behandlung im zuständigen Ausschuss verlangen. Die Planungen der Stadt, die Zuwanderer in besonderem Maße betreffen, werden dem Integrationsrat so bald wie möglich vor der Behandlung im Stadtrat oder zuständigen Ausschuss zur Stellungnahme vorgelegt. Der Integrationsrat erhält zu allen öffentlichen Stadtrats- und Ausschusssitzungen die Sitzungsunterlagen. Er kann in die öffentlichen Sitzungen dieser Gremien ein Mitglied entsenden, das auf Wunsch des Stadtrats oder der Ausschüsse  für den Stadtrat Nürnberg zu Fragen, die Zuwanderer in besonderem Maße betreffen, als Sachverständiger gehört werden kann.

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Presseerklärung vom 27.01.2010

Presseerklärung des neuen Vorstandes des Deutsch-Türkischen Unternehmervereins in Mittelfranken e.V. (TIAD) vom 27.01.2010

Der Deutsch-Türkische Unternehmerverein wird neue Maßstäbe setzen. Er wird aktiver in Sachen Dialog, Zusammenarbeit und gemeinnütziger Tätigkeit. Hierzu wird der Verein ganz besonders mit dem jetzigen Vorstand Projekte lancieren, die die deutsch-türkische Gesellschaft betreffen, vor allem in Fragen der Kultur und Wirtschaft. Dem neuen Vorstand geht es um einen Dialog, der auf gleicher Augenhöhe, in allen Belangen unabhängig und sachlich geführt wird. Die Zusammenarbeit mit den in Nürnberg maßgebenden Institutionen wird bei Wahrung der religiösen und politischen Unabhängigkeit des Vereins forciert werden. Ganz besonderes Augenmerk wird gelegt auf die Gemeinnützigkeit. Der neue Vorstand wird hier Veranstaltungen ins Leben rufen, die nicht nur für die türkische Gesellschaft von Interesse sind, sondern gerade integrationspolitisch von großem Nutzen für die gesamte Gesellschaft sind. Hier geht es vornehmlich um die Förderung der Integration türkischer Mitbürger im weitesten Sinne, vor allem aber um die Förderung der beruflichen sowie wirtschaftlichen Betätigung in Nürnberg, etwa im Hinblick auf die sachlich und fachlich richtige Leitung eines Betriebes durch türkische Unternehmer unter Berücksichtigung von finanziellen Fördermöglichkeiten, die Öffnung der Betriebe auch für sonstige ethnische Gruppierungen, weiter die berufliche Integration der türkischen Frau, deren Selbstbestimmung ohne jeden Zweifel in den Vordergrund zu rücken ist, die Aus- und Weiterbildung von jungen Menschen, die Aufklärung über die Rechte und Pflichten eines Arbeitgebers und/oder eines Arbeitnehmers, um nur ein paar Punkte darzustellen. Ganz besondere Aufklärungsarbeit will der Verein in den Bereichen leisten, bei denen es um das Selbstwertgefühl eines jeden Mitbürgers geht, Teil der in Nürnberg ansässigen Gesellschaft zu sein. Hier wird es um die Erkenntnis gehen, dass Teilhabe nicht nur gefordert werden darf, sondern auch Eigeninitiative verlangt. Es darf z.B. das Kommunalwahlrecht nicht schlicht eingefordert werden. Vielmehr setzt dies voraus, dass überhaupt politische Betätigung des jeweiligen Bürgers stattfindet. Immerzu muss ein sachlich geführter Dialog geführt werden, völlig unabhängig von trennenden Faktoren wie Staatsangehörigkeiten und dergleichen. Hierauf legt der neue Vorstand ganz besonderen Wert. Im Übrigen sollte die türkische Bevölkerung selbstbewusst auf eine bereits erfolgreiche wirtschaftliche Betätigung in Nürnberg zurückblicken, die vielleicht in Teilbereichen professioneller gestaltet und / oder lediglich erweitert werden kann bzw. muss. Auch insoweit ist ein Erkenntnisgewinn notwendig, den der neue Vorstand vermitteln möchte.

Der Verein setzt bei vielen Projekten auf die Unterstützung der Stadt Nürnberg. Der Verein hebt nochmals ganz besonders hervor, dass er religiös sowie politisch unabhängig ist. Hieraus erwächst die Überzeugung des neuen Vorstandes, dass in Nürnberg eine deutsch-türkische Beziehung entwickelt werden kann, die die Menschen so vereint, dass Staatsangehörigkeiten und sonstige politische oder kulturelle Zugehörigkeiten bei Wahrung der Identität völlig in den Hintergrund treten. Der Mensch steht im Vordergrund. Dieses Bewusstsein solle gelebt werden.

Der Vorstand.

- Vorstandsvorsitzender Emre Hızlı; 1. Stellvertretender Vorsitzender Ümit Kelepir; 2. Stellvertretender Vorsitzender Mehmet Tozan; Recai Yılmaz (Schriftführer) und Dr. Orhan Kocagöz (Kasse) -

Presseerklärung vom 05.07.2010

Presseerklärung des Deutsch-Türkischen Unternehmervereins in Mittelfranken e.V. (TIAD) vom 05.07.2010 anlässlich der Einrichtung eines Arbeitskreises Integration in der CSU Nürnberg/Fürth/Schwabach

 

TIAD begrüßt die neue Einrichtung des Arbeitskreises für Integration in der CSU auf örtlicher Ebene, weist aber darauf hin, dass eine solche Einrichtung doch für ganz Bayern koordiniert werde müsse. Hier ist es schädlich, wenn es ein Nord-Süd-Gefälle geben würde, dies zumal in Bayern. Der Arbeitskreis Integration muss sich klar zu einer Kooperation mit den deutsch-türkischen, deutsch-russischen, deutsch-griechischen und weiteren Unternehmervereinen bekennen, soweit es aus Sicht eines Unternehmervereins um berufliche bzw. wirtschaftliche Integration geht. Migration hat gerade für die Metropolregion Nürnberg eine enorme Bedeutung. Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, sich eingehend mit den in Nürnberg, in Mittelfranken bestehenden ethnischen Ökonomien zu beschäftigen. Es geht um Gründung und Förderung der Stabilität der Migrantenökonomien. Ethnische Ökonomien beeinflussen mit ihrem wirtschaftlichen Potential gerade die allgemeine Beschäftigungs- und Wirtschaftsituation in den genannten Regionen. Es geht im Einzelnen um Entlastung des Arbeitsmarktes, Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze, Stärkung des interkulturellen Lebens in der Stadt – Bereicherung an Waren und Dienstleistungen etc. Eine funktionierende ethnische Ökonomie wirkt sich positiv auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stadtentwicklung aus.

TIAD empfiehlt die Einrichtung von Geschäftsbereichen des Arbeitskreises und orientiert sich hierbei an denen der Industrie- und Handelskammern (Standortpolitik und Unternehmensförderung, Berufsbildung, Innovation, Umwelt, International, Recht, Steuern, Kommunikation, Zentrale Aufgaben).

Allgemein schlägt TIAD diverse Aktivitäten vor, die der Arbeitskreis Integration unbedingt beherzigen sollte. Es geht vor allem um Information und Beratung über die Dienstleistungsangebote des Arbeitskreises Integration, weiter um Unternehmensbefragungen, themenbezogene Schulungen und Vernetzung mit wichtigen Arbeitsmarktakteuren.

Außerdem sind besonders wichtig

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Presseerklärung vom 15.07.2010

Presseerklärung des Deutsch-Türkischen Unternehmervereins in Mittelfranken e.V. (TIAD) vom 15.07.2010 anlässlich der Veranstaltungen vom 15.07.2010 und 20.07.2010

Mehrere Mitglieder des TIAD sind im Bereich der freien Berufe tätig, so vor allem in den beratenden Berufen. Als türkischstämmige Akademiker gelten sie als Teil der sogenannten Bildungselite. In dieser Funktion ist es TIAD ein Anliegen, Menschen der türkischen Bevölkerung dazu zu bewegen, die Chancen eines freien Berufes auf dem deutschen Markt zu erkennen und sich für einen entsprechenden Ausbildungsweg zu entscheiden. Vorbilder dienen dazu, den nicht einfachen Weg aufzuzeigen und Ratschläge für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu erteilen. Es geht um die Erkenntnis, dass Zweisprachigkeit und Erfahrungen in mehreren Kulturen für die Ausübung eines freien Berufes von großem Vorteil sein können.

TIAD geht es darüber hinaus aufgrund der in den vergangenen Jahren strukturell vernachlässigten Wirtschaftspolitik und Bildungspolitik um die Sensibilisierung des deutschen Marktes für die ethnische Ökonomie, die aus Sicht von TIAD – für den Standort Nürnberg und Umgebung gesprochen – erst in den letzten fünf Jahren ernst genommen worden ist. Es ist festzuhalten, dass die wirtschaftliche Bedeutung der freien Berufe in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen werden muss. Für den Bereich der ethnischen Ökonomie heißt das, dass die türkischen Akademiker als Multiplikatoren und Meinungsführer innerhalb der türkischen Bevölkerung begriffen werden müssen. Die türkische Bevölkerung ist schon lange nicht mehr homogen und immer mehr streben den Weg eines Akademikergrades an. Es muss ein realistisches Bild von den Türken vermittelt werden, der schon lange nicht mehr nur für Döner, Gemüse und Islam steht. In vielen Köpfen muss ein Umdenkungsprozess stattfinden.

Das wiederum belegen Studien, die klar feststellen, dass Bewerber mit türkischem Namen Nachteile im Rahmen ihrer Bewerbungen haben, trotz Antidiskriminierungsgesetz. Es wird festgestellt, dass bei vergleichbaren Qualifikationen und Fähigkeiten Bewerber mit türkischem Namen insgesamt etwa 14 % weniger positive Antworten erhalten. Eine Situation, an der unmöglich festgehalten werden darf. So ist es auch sehr oft zu verstehen, dass viele türkischstämmige Akademiker nach Abschluss ihrer Ausbildung aus Deutschland abwandern, was nicht im Sinne des deutschen Marktes sein kann. Es geht um die Gefahr, dass enormes Potential verschwendet wird, zumal es den deutschen Staat Geld kostet, für die Ausbildung zu sorgen, dann aber die Akademiker „ins Ausland zu verlieren“.

Abgesehen von diesen mehr politischen Gesichtspunkten ist aber der deutsche Markt sehr interessant für Jugendliche, die den freien Beruf in Form der Selbständigkeit und / oder als wichtiger Mitarbeiter für den deutsch-türkischen Verkehr ausüben wollen. Das zeigen viele Beispiele in der Metropolregion Nürnberg, die zudem Mitglied bei TIAD sind. Hier soll das Schwergewicht der unten aufgeführten Veranstaltungen sein, die TIAD in Zusammenarbeit mit dem Institut für Freie Berufe in Nürnberg (IFB) organisiert hat: „Anforderungen und Chancen eines Steuerberaters / Juristen mit türkischem Hintergrund in der Metropolregion Nürnberg“ am 15.07.2010

und „Anforderungen und Chancen eines Arztes mit türkischem Hintergrund in der Metropolregion Nürnberg“ am 20.07.2010. Konkretes Ziel ist es, deutsch-türkische Schüler, Studenten, Absolventen und andere Interessierte zu erreichen, die sich einen Einblick in die Berufswelt eines Steuerberaters, Juristen und/oder Arztes verschaffen wollen. Dabei geht es vor allem auch um die beruflichen Aussichten. Zudem kann der angesprochene Personenkreis Kontakte knüpfen zu solchen Unternehmern, die als Mitglied bei TIAD bereits über langjährige Erfahrung in den jeweiligen Disziplinen mit türkischem Hintergrund verfügen und als potentielle Arbeitgeber und Ausbilder in Betracht kommen.

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Presseerklärung vom 21.07.2010

Presseerklärung vom 21.07.2010
Presseerklärung des Deutsch-Türkischen Unternehmervereins in Mittelfranken e.V. (TIAD) vom 21.07.2010 anlässlich der Veranstaltung vom 21.07.2010 „Gewaltschutz und Scheidungsrecht für türkische Frauen in Deutschland“

Der Deutsch-Türkische Unternehmerverein TIAD organisierte am 21.07.2010 in Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten der Stadt Nürnberg, Frau Ida Hiller, sowie der Stadträtin und Mitarbeiterin des Frauenhauses Nürnberg, Frau Gabriele Penzkofer-Röhrl, einen Vortrag über Gewaltschutz und Scheidungsrecht für türkische Frauen in Deutschland. TIAD engagiert sich als Unternehmerverein nicht nur in wirtschaftlichen Belangen. Vielmehr hat der Verein zahlreiche, erfolgreiche Unternehmer, die in ihrem Bereich bereits über langjährige Erfahrung im deutsch-türkischen Verkehr verfügen. So gibt es mehrere Anwälte, die im Bereich des oben beschriebenen Themas wichtige Erfahrungswerte und Hinweise weitergeben können. Gerade in dem angesprochenen Bereich erscheint uns die Vermittlung als äußerst wichtig, weshalb sich TIAD des Themas angenommen hat, zumal eine detaillierte Wissensvermittlung in der Literatur für jenen Bereich (türkische Frauen) eher fehlt.

Der Vortrag richtete sich in erster Linie an Praktikerinnen und Praktiker, welche im Rahmen ihrer täglichen Arbeit mit Fragen des Gewaltschutzes und familien-rechtlichen Problemlagen konfrontiert sind. Die Probleme wurden nicht nur aus juristischer Sicht, sondern auch aus praktischer Sicht durchleuchtet, um im konkreten Fall der Betroffenen schnell und korrekt helfen zu können. Im Besonderen wurden dabei spezifische Situationen tatsächlicher sowie rechtlicher Art im Falle einer türkischen bzw. türkischstämmigen Frau dargestellt, die bei der Bearbeitung einer Angelegenheit mit "türkischem Hintergrund" unbedingt zu berücksichtigen sind. Auch psychologische und kulturelle Hinweise wurden gegeben. Die Referentin und weitere anwesende Rechtsanwältinnen, mithin der Vorsitzende und Rechtsanwalt Emre Hizli verfügen über langjährige Erfahrungen mit türkischen Mandantinnen.

TIAD geht es bei alledem darum, Zeichen zu setzen. Explizit wird der Wunsch geäußert, dass türkischstämmige Frauen in Lebensqualität und Selbstbestimmung leben, die Zahl der überrepräsentierten türkischstämmigen Frauen in den Frauenhäusern schnellstmöglich zu senken, indem nicht nur Veranstaltungen für Frauen ins Leben gerufen werden, sondern vielmehr der Kontakt zu den Multiplikatoren und Meinungsführern gesucht wird, die dann die notwendigen Informationen weiter vermitteln. Vornehmlich in den Köpfen der Männer, hier der türkischstämmigen, muss im 21. Jahrhundert ein Umdenkungsprozess stattfinden, zumal in einem Land, in dem die Werte der Aufklärung Gegenstand des alltäglichen Lebens sind. TIAD will alle ermuntern, sich in diesem Feld zu engagieren. TIAD jedenfalls wird auch in Zukunft alles Notwendige zu tun, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Für Ende September ist zudem eine weitere Veranstaltung geplant, bei der es um die berufliche sowie wirtschaftliche Integration der türkischen Frau in der Metropolregion Nürnberg gehen wird, so der Vorstand.

Presseerklärung vom 08.10.2010

Presseerklärung des Vorstandes des Deutsch-Türkischen Unternehmervereinsin Mittelfranken e.V. (TIAD) vom 08.10.2010 anlässlich der Veranstaltung vom 08.10.2010„Deutschland : Türkei, es gibt nur Gewinner !“

Der Deutsch-Türkische Unternehmerverein TIAD lädt heute gemeinsam mit der Generalkonsulin der Türkischen Republik, Frau Ece Öztürk-Çil zu einem gemeinsamen Fernsehabend mit Großleinwand in den Räumlichkeiten des TIAD anlässlich des EM-Qualifikationsspiels Deutschland : Türkei ein. Das Motto lautet: Es gibt nur Gewinner !.

TIAD ist der Überzeugung, dass selbst Fußballspiele einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten können. Denn Sport schafft Begegnung, und zwar eine solche, die nicht verpflichtend ist. Ein jeder ist eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und sich darauf zu freuen. In sportlicher Hinsicht geht es im Fußball im Wesentlichen um Fairplay und Leistung, auf der internationalen Bühne zudem um Völkerverständigung im weitesten Sinne. Der Zuschauer erhält die Gelegenheit zur Erkenntnis, dass das Gegeneinander zunächst lediglich zu einem Ergebnis der Statistik führt, in einem weiteren sehr wichtigen Schritt aber von der Zielsetzung her niemals zu einem Aufeinanderprallen hasserfüllter, intoleranter Verhaltensweisen, unabhängig vom Ergebnis und abgesehen von einzelnen Ausnahmen, die hier keine Rolle spielen sollen. Die sportlichen Akteure messen sich an der Leistung, wobei sie sich innerhalb einer Mannschaftsaufstellung strukturell integrieren und auf den Einsatz des Mitspielers verlassen. Sie erhalten die weitere Gelegenheit, im Rahmen der sportlichen Begegnung den Respekt für Spielzüge der Gegenmannschaft zu entwickeln und das eigene Spiel für die Zukunft zu verbessern.

Nun ist die Begegnung Deutschland : Türkei aus besonderem Anlass sehr wichtig:

Die Integrationsdebatte ist aktueller denn je. In diesem Zusammenhang stellt sich nun die Frage nach der Integrationsfunktion des Sports. Wir bekennen unseren Stolz (auch) auf alle diejenigen Spieler etwa in der deutschen Fußballnationalmannschaft oder beim 1. FC Nürnberg, die türkischen Migrationshintergrund haben und sich in deutschen Mannschaften engagieren. Sie engagieren sich doch für ihre (erste oder zweite) Heimat. Das ist die Lebenswirklichkeit. Der Deutsche Fußballbund nimmt eine Integrationsfunktion des Sports richtigerweise an und setzt die Schwerpunkte in der Bildungsvermittlung und der sozialen Integration von Akteuren mit Migrationshintergrund. Eine Überbewertung der Integrationsfunktion findet dabei aus Sicht des TIAD nicht statt. Vielmehr ist diese Funktion mit der Vorbildfunktion in der gemeinsamen Wirkung zu sehen. Vorbilder im Sport erreichen die jungen Menschen, die etwa fußballbegeistert sind. Fußball erreicht die Massen. Eben jene Vorbilder vermitteln das Bewusstsein, dass herausragende Leistung Wohlstand im weitesten Sinne, Anerkennung innerhalb einer sozialen Struktur ermöglicht. Vor diesem Hintergrund laden diese Verhaltensweisen zur Nachahmung ein. Ein jeder ist gefordert, die bestmögliche Leistung zu erbringen, zumal in einer Leistungsgesellschaft. Die Aspekte lassen sich natürlich übertragen auf verschiedenste Bereiche, etwa auf den Bereich des Handwerks. Auch dort gilt: Mehr Leistung, mehr Wohlstand. Wenn aber mehr Wohlstand erreicht wird, wird auch mehr Frieden erreicht, Fragen der Integration sollten sich dann erübrigen.

Um nochmals zur Veranstaltung des TIAD zurückzukommen: Hier geht es schlicht um die Verwirklichung der besten Form der Integration auf Seiten der passiven Akteure, nämlich um das gesellige, Vertrauen schaffende Miteinander ohne jeden Vorbehalt und ohne Rücksicht auf Staatsangehörigkeit, Herkunft und Religion. Es geht schlicht um einen Fußballabend, der Menschen glücklich macht und vereint. Die deutsch-türkische Freundschaft gilt es zu leben, ab von der Diskussion über Leitkulturen und dergleichen. Uns verbindet das Menschsein.

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Presseerklärung vom 17.10.2010

Presseerklärung vom 17.10.2010
Empfang von türkischen Ingenieuren aus Samsun / Türkei am 16.10.2010

Unsere Form der Antwort auf die Äußerungen des Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer zum Zuwanderungsstopp bei Türken und Arabern:

Am 16.10.2010 empfing TIAD etwa 15 Maschinenbauingenieure aus Samsun / Türkei, die im Rahmen der Chillventa Messe nach Nürnberg gekommen waren. In dem Bewusstsein, dass ein großer Fachkräftemangel in Deutschland zu verzeichnen ist, hat TIAD die Chance nicht verpasst, der Brücken- und Vermittlungsfunktion des Vereins gerecht zu werden, um hier zwischen wichtigen Stellen auf deutscher und türkischer Seite zu vermitteln. Auf deutscher Seite nahmen Prof. Dr. Peter Heß von der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg und Herr Dipl.-Ing. (FH) Bernhard Kuhn in Vertretung des Vereins Deutscher Ingenieure – Bezirksverein Bayern Nordost e.V. teil. Weiter nahm Arbeits- und Sozialattaché Herr Dr. Kemal Ramoğlu in Vertretung des Generalkonsulats der Türkischen Republik Nürnberg teil.

Im Rahmen des Empfangs wurde über die Problematik des Fachkräftemangels in Deutschland diskutiert, weiter über Lösungsansätze. Hierbei wurde die Wichtigkeit ausländischer Fachkräfte im Besonderen hervorgehoben. Außerdem ging es um Austauschprogramme für Studenten zwischen Deutschland und der Türkei. Konkrete Projekte wurden bereits angedacht. Beide Seiten gaben Absichtserklärungen dahingehend ab, im Rahmen der Austauschprogramme etwa bei den Studenten wesentlich aktiver zu sein. TIAD erklärte einmal mehr die Bereitschaft, hier zu vermitteln. Im Übrigen wurden 2 herausragende Ingenieure von Siemens und Audi vorgestellt, die bei TIAD aktiv sind.

Es ist allseits bekannt, dass vor allem bei den Ingenieuren der Fachkräftemangel im Land der Konstrukteure und Maschinenbauer sehr deutlich ausfällt. Über 60.000 Stellen deutschlandweit, die unbesetzt sind ! Überwiegend fehlen dabei Maschinen-, Fahrzeugbau-, Elektro-, Bau- und Wirtschaftsingenieure, auch in Bayern. Sehr kurzfristig steigt die Zahl der fehlenden Ingenieure wohl auf 200.000. Bei alledem sind viele deutsche Ingenieure durchschnittlich 50 Jahre alt, mit der Perspektive des Ruhestandes. In den nächsten Jahren werden hunderttausende Ingenieure in den Ruhestand gehen, was die Situation zusätzlich verschlimmert. Ein massiver Ersatzbedarf stellt sich ein: jährlich werden etwa 70.000 Ingenieure zusätzlich gebraucht. Demgegenüber stehen aber gerade einmal 37.000 Hochschulabsolventen jährlich gegenüber !

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Presseerklärung vom 19.10.2010

Presseerklärung vom 19.10.2010
Presseerklärung des Vorstandes des Deutsch-Türkischen Unternehmervereinsin Mittelfranken e.V. (TIAD) vom 19.10.2010 anlässlich der Veranstaltung vom 19.10.2010 „Integration ja, aber …“

Heute empfängt TIAD den Bundesvorsitzenden von Bündnis 90 / Die Grünen CEM ÖZDEMIR anlässlich der Veranstaltung mit dem Titel „Integration ja, aber …“. An der Veranstaltung nehmen zahlreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und sonstigen Bereichen teil, darunter etwa die Generalkonsulin der Republik Türkei, Frau Ece Öztürk Çil, IHK-Präsident Dirk von Vopelius, viele Stadträte aus Nürnberg und Fürth, sonstige Vertreter der Parteien und viele mehr.

Hier ein Auszug aus der Rede des TIAD-Vorsitzenden EMRE HIZLI :

„ … Die Integration beschäftigt in diesen Tagen ganz Deutschland, so meint man. Offensichtlich sind Politiker der Meinung, dass Herr Sarrazin mit seinem Buch breite Schichten der Bevölkerung in Deutschland erreicht habe, weshalb man hier und da für jeden erkennbar sehr stark bemüht ist, die eigenen Positionen in den Vordergrund zu rücken. Ein populistischer Wettlauf ist zudem eröffnet. Es scheint, als ob etwa der Bayerische Ministerpräsident Seehofer dabei ganz offenbar sehr gerne auf dieser Welle schwimmt und mit seinen Thesen, die auf die in Kauf genommene Stigmatisierung der türkischen und arabischen Bevölkerungsgruppen gerichtet sind, sich und seine Partei in den Vordergrund zu rücken versucht. Dabei wäre gerade jetzt eine sachlich vernünftige, friedliche Integrationspolitik so wichtig, da die türkische Regierung sich in diesen Tagen explizit für eine größere Integrationsbereitschaft der Türken und Türkischstämmigen ausspricht und nun ganz offenbar neue, hoffnungsvolle Wege gehen wird.

Wir als TIAD lassen uns aber durch undifferenzierte, unsachliche Äußerungen nicht entmutigen und stehen aktiv für effektive Beiträge zur Förderung der deutsch-türkischen Beziehung, in vielerlei Hinsicht. Wir lassen uns von dem Vorhaben nicht abbringen, einen wirklichen Dialog zu führen, durch Zusammenarbeit mit wichtigen Organisationen und Einrichtungen in der Metropolregion Nürnberg und durch gemeinnützige Tätigkeit mehr im lokalen Bereich Akzente zu setzen.

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Presseerklärung vom 26.10.2010

Presseerklärung vom 26.10.2010
Veranstaltung vom 26.10.2010: „Integration von Frauen türkischer Herkunft in der Metropolregion Nürnberg“

Der Deutsch-Türkische Unternehmerverein in Mittelfranken e.V. (TIAD) lud in Kooperation mit dem Deutsch-Türkischen Frauenclub in Nordbayern e.V. (DTFC) zum Vortrag mit dem Titel „Integration von Frauen türkischer Herkunft in der Metropolregion Nürnberg“ unter der Schirmherrschaft der Generalkonsulin der Türkischen Republik, Frau Ece Öztürk Çil, und der Frauenbeauftragten der Stadt Nürnberg, Frau Ida Hiller, ein. Folgende Referentinnen haben zum Thema Stellung genommen:

Ärztin Dr. Leyla Fröhlich-Güzelsoy – soziokulturelle, ethische Betrachtung

Rechtsanwältin Beyhan Bıyıklıoğlu – rechtliche, wirtschaftliche Betrachtung

Moderator : Vorsitzender des TIAD Emre Hizli

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Presseerklärung vom 10.02.2011

Presseerklärung des neuen Vorstandes des Deutsch-Türkischen Unternehmervereins in Mittelfranken e.V. (TIAD) vom 10.02.2011

Der Deutsch-Türkische Unternehmerverein in Mittelfranken, kurz TIAD, hat mit dem erfolgreichen Jahr 2010 neue Maßstäbe für die deutsch-türkische Beziehung in der Metropolregion Nürnberg gesetzt. Der im letzten Jahr gewählte Vorstand ist daher auch mit großer Stimmenmehrheit bis auf den Schriftführer wiedergewählt und mit seiner Arbeit bestätigt worden.

Dabei wurden in Sachen Dialog, Zusammenarbeit und gemeinnütziger Tätigkeit zahlreiche Aktivitäten umgesetzt (auf unsere Internetseite www.tiad.de verweisen wir). Es wurde nicht nur versprochen, sondern auch Versprechen gehalten, nicht nur geredet, sondern auch gehandelt. Dies kennzeichnete die Arbeit des Vorstandes im Jahre 2010 und weckte bei vielen Stellen großes Vertrauen. Nichts anderes wird gelten für die kommenden beiden Jahre. Denn der Vorstand hat mit diversen Satzungsänderungen auch für Kontinuität gesorgt. So wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung des Vereis am 30.01.2011 die Amtszeit des Vorstandes von bisher einem Jahr auf zwei Jahre angehoben.

Kontinuität sorgt für Zuverlässigkeit, Stabilität und Weitblick. Hierauf sollen sich gerade die Partner des Vereins verlassen können, wenn gemeinsame Planungen und Aktivitäten umgesetzt werden sollen. Es geht um Projekte mit lang anhaltenden, positiven Wirkungen, die die deutsch-türkische Gesellschaft betreffen, vor allem in Fragen der Kultur und Wirtschaft. Dem alten und neuen Vorstand ging und geht es nach wie vor um einen Dialog, der auf gleicher Augenhöhe, in allen Belangen unabhängig und sachlich geführt wird. Gerade das Jahr 2010 hat etwa in der Integrationsfrage gezeigt, wie wichtig der richtig verstandene Dialog ist. TIAD lässt sich durch undifferenzierte, unsachliche Äußerungen nicht entmutigen und steht aktiv für effektive Beiträge zur Förderung der deutsch-türkischen Beziehung, in vielerlei Hinsicht. TIAD lässt sich von dem Vorhaben nicht abbringen, einen wirklichen Dialog zu führen, tatsächlich Akzente zu setzen durch Zusammenarbeit mit wichtigen Organisationen und Einrichtungen in der Metropolregion Nürnberg und durch gemeinnützige Tätigkeit mehr im lokalen Bereich. Dem Verein geht es im weitesten Sinne um die Kultur des menschlichen Miteinanders, die Art und Weise der (politischen) Kommunikation, um Respekt und Toleranz.

Die Zusammenarbeit mit den in der Metropolregion Nürnberg maßgebenden Institutionen ist bei Wahrung der religiösen und politischen Unabhängigkeit des Vereins sehr stark forciert worden, es wurde die Basis für gemeinsame Unternehmungen in der Zukunft geschaffen. Viele Projekte, die integrationspolitisch von großem Nutzen für die gesamte Gesellschaft sind, wurden bereits im Jahr 2010 umgesetzt. Natürlich wird es fortan vornehmlich um die Förderung der Integration türkischer Mitbürger im weitesten Sinne, vor allem aber um die Förderung der beruflichen sowie wirtschaftlichen Betätigung in Nürnberg und Umgebung gehen. Es ist noch lange nicht alles getan !

Ganz besonders großes Interesse hat die neue Zeitschrift des Vereins „TIAD aktuell“ in der Metropolregion Nürnberg und über diesen Bereich hinaus geweckt. Vor allem wurden die qualitativ hochwertigen Beiträge, etwa in Fragen der Wirtschaft und Integration, sehr geschätzt.

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