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Deutsch-Türkischer Unternehmerverein in der Europäischen Metropolregion Nürnberg e.V.

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Gespräche mit Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl vom 19.06.2010

Veröffentlicht von am in Aktivitäten 2010
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Gespräche mit Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl vom 19.06.2010

 

Am 19.06.2010 lud TIAD Frau Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl und die Vorsitzenden der deutsch-russischen und der deutsch-griechischen Unternehmvereine zu dem Thema

 „Migrantenökonmie - Perspektiven für die Metropolregion Nürnberg“

ein. Die Veranstaltung fand statt in Kooperation mit dem Arbeitskreis Integration der CSU Nürnberg / Fürth / Schwabach, welcher vertreten wurde durch die Herren Max Höffkes und Ümit Sormaz.

TIAD ist sich der Bedeutung der Migrantenökonomie in allen ihren Facetten bewusst. TIAD fördert daher jede Einrichtung / Vereinigung, die ihrerseits bestrebt ist, die wirtschaftliche Betätigung der Migranten, der Menschen mit Migrationshintergrund in der Metropolregion Nürnberg zu fördern. Die Veranstaltung vom 19.06.2010 diente dem Austausch von Gedanken, dem gegenseitigen Kennenlernen und der Annäherung für gemeinsame Projekte in Zukunft.

Der Vorsitzende des TIAD, Emre Hızlı, hielt vorab einen Kurzvortrag und sprach Empfehlungen im Hinblick auf die Umsetzung der Ziele des Arbeitskreises Integration / CSU aus, richtete dabei aber das Augenmerk aus Sicht eines Unternehmervereins mehr auf die wirtschaftliche Seite des multidimensional zu verstehenden Integrationsbegriffes.

Der Vorsitzende begrüßte zunächst die neue Einrichtung des Arbeitskreises für Integration in der CSU auf örtlicher Ebene, wies aber darauf hin, dass eine solche Einrichtung doch für ganz Bayern koordiniert werde müsse. Hier sei es schädlich, wenn es ein Nord-Süd-Gefälle geben würde, die zumal in Bayern. Der Arbeitskreis Integration müsse sich klar zu einer Kooperation mit den deutsch-türkischen, deutsch-russischen, deutsch-griechischen und weiteren Unternehmervereinen bekennen, soweit es um berufliche bzw. wirtschaftliche Integration gehe. Migration habe gerade für Metropolregion Nürnberg eine enorme Bedeutung. Vor diesem Hintergrund sei es von zentraler Bedeutung, sich eingehend mit den in Nürnberg, in Mittelfranken bestehenden ethnischen Ökonomien zu beschäftigen. Es gehe um Gründung und Förderung der Stabilität der Migrantenökonomien. Ethnische Ökonomien beeinflussten mit ihrem wirtschaftlichen Potential gerade die allgemeine Beschäftigungs- und Wirtschaftsituation in den genannten Regionen. Es gehe im Einzelnen um Entlastung des Arbeitsmarktes, Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze, Stärkung des interkulturellen Lebens in der Stadt – Bereicherung an Waren und Dienstleistungen etc. Eine funktionierende ethnische Ökonomie wirke sich positiv auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stadtentwicklung aus.

Der Vorsitzende empfahl die Einrichtung von Geschäftsbereichen des Arbeitskreises und orientierte sich hierbei an denen der Industrie- und Handelskammern (Standortpolitik und Unternehmensförderung, Berufsbildung, Innovation, Umwelt, International, Recht, Steuern, Kommunikation, Zentrale Aufgaben)

Allgemein schlug er diverse Aktivitäten vor, die der Arbeitskreis Integration unbedingt beherzigen sollte. Es gehe vor allem um Information und Beratung über die Dienstleistungsangebote des Arbeitskreises Integration, weiter um Unternehmensbefragungen, themenbezogene Schulungen und Vernetzung mit wichtigen Arbeitsmarktakteuren.

Außerdem seien besonders wichtig

-         Informationsveranstaltungen

-         Dialogforen

-         Veröffentlichungen über Absatz- und Investitionsmöglichkeiten in der Türkei und in der

           Metropolregion Nürnberg

-         Basisinformationen zu steuerlichen, wirtschafts-, arbeits- oder genehmigungsrechtlichen Aspekten,

          Vermittlung zu spezialisierten Netzwerken

-         Information über aktuelle Geschäftsanfragen aus der Metropolregion und aus der Türkei

-         Delegationsreisen, Erkundung neuer Märkte, neuer Geschäftspartner

-         Aktuelle Termine und Veranstaltungen zu beiden Ländern

-         Zugang zu umfangreichen Marktstudien und Adressdaten bieten

-         Vielzahl von Seminaren, Informations- und Diskussionsveranstaltungen

          (Seminare in Sachen Kalkulation, Marktverhalten, Marketing, Werbung, Ausstellungen, Messen)

-         Kontakte zu Organisationen und Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung

-         Unterstützung bei der Abwicklung von Geschäften und der Suche nach Vertragspartnern und

          Geschäftspartnern

-         Hilfe durch mehrsprachige Fachkräfte, sprachliche und kulturelle Verständnisbarrieren zu meistern

-         Beratung, Betreuung und Begleitung bei der nachhaltigen Schaffung und Besetzung von

          Ausbildungsplätzen

-         bei der Beratung geht es um rechtzeitige, fachkundige und verständliche Beratung.

 

TIAD wünsche sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Integration. Es sollte an eine Statuierung einer Anlaufstelle gedacht werden, eines Ressorts speziell für türkische (russische / griechische) Unternehmen. Vermisst würden wesentlich mehr ausländische Mitarbeiter im Arbeitskreis, insbesondere russisch- und griechischsprachige Mitarbeiter.

Alles in allem wünschte sich der Vorsitzende des TIAD eine derart enge Kooperation, dass zum einen in der Außenwirkung zum anderen aber auch im Innenverhältnis eine so starke, fachlich gut strukturierte Zusammenarbeit geschaffen werde, die Vorbild für andere Städte sein könnte. Hinsichtlich der Außenwirkung sei die Öffentlichkeitsarbeit angesprochen, nach innen müsse man sich einfach näher kommen, der Arbeitskreis Integration der CSU müsse die Potentiale innerhalb TIADs realisieren. Es gehe um Intensivierung der Zusammenarbeit und Aufbau eines Fundaments für die türkisch-deutsche (russisch/griechisch-deutsche) Wirtschaftsbeziehung in der Metropolregion Nürnberg.

Bundestagsabgeordnete „Wöhrl lobte die vielfältigen Aktivitäten von TIAD bei der Unterstützung von Existenzgründern und möchte auch in Zukunft an die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem türkischen Unternehmerverein aus ihrer früheren Funktion als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium anknüpfen. Sie begrüßte es sehr, dass sich in der Metropolregion Nürnberg neben dem Deutsch-Türkischen und dem Deutsch-Russischen nun auch ein Deutsch-Griechischer Unternehmerverein gegründet hat. Mit insgesamt 588 Gewerben bilden die griechisch-stämmigen Unternehmer nach den Türken die zweitstärkste Gruppe in unserer Stadt“, so auszugsweise in der Presserklärung der Bundestagsabgeordneten Dagmar Wöhrl vom 22.06.2010.

Im Anschluss an die Rede der Bundestagsabgeordneten Dagmar Wöhrl erhielten auch noch Ümit Sormaz für den Arbeitskreis Integration, Dr. Orhan Kocagöz, der einen Kurzvortrag über Zahlen und Fakten der Migrantenökonomie in der Metropolregion Nürnberg hielt, mithin die beiden Vorstände der deutsch-russischen und der deutsch-griechischen Unternehmervereine jeweils das Wort.

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