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Deutsch-Türkischer Unternehmerverein in der Europäischen Metropolregion Nürnberg e.V.

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Veranstaltung mit Tayfun Keltek / SPD

Veröffentlicht von am in Aktivitäten 2010
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Veranstaltung mit Tayfun Keltek / SPD vom 13.11.2010

Quelle: Ilhan Baba

 

Der Deutsch-Türkische Unternehmerverein in Mittelfranken e.V. (TIAD) empfing am 13.11.2010 in Kooperation mit dem Generalkonsulat der Türkischen Republik in Nürnberg den Vorsitzenden des Integrationsrats in Nordrhein-Westfalen, Herrn Tayfun Keltek (langjähriges Mitglied der SPD, weitere Informationen unter www.tayfun-keltek.de ), der einen Vortrag über die Integrationspolitik in Nordrhein-Westfalen hielt. Hintergrund der Veranstaltung war es, die Besonderheiten der Integrationspolitik in Nordrhein-Westfalen herauszuarbeiten und die Frage der Übertragbarkeit auf andere Bundesländer, hier auf Bayern zu klären. Viele Vertreter von türkischen und deutsch-türkischen Vereinen nahmen an der in türkischer Sprache stattfindenden Veranstaltung teil und erhielten im Rahmen einer Diskussionsrunde Gelegenheit zu diversen Fragestellungen.

TIAD engagiert sich für eine bessere, stärkere Vernetzung sämtlicher Vereine und Verbände, die im Bereich der deutsch-türkischen Beziehung im weitesten Sinne aktiv sind. Vor diesem Hintergrund regte der Vorsitzende des TIAD, Herr Emre Hizli, zu Beginn der Veranstaltung in seiner Rede ausdrücklich an, doch für gemeinsame Ziele und Zwecke einzustehen, ganz unabhängig von den (engeren) Zielen und Zwecken der jeweiligen Vereine und Verbände. Es muss den kleinsten gemeinsamen Nenner geben, der viele Vereine und Verbände vereint, wobei diese Vereinigung die religiöse und politische Unabhängigkeit immer zu wahren habe. Maßgeblich sind die Interessen der hier in Deutschland lebenden Menschen mit türkischem Hintergrund, immer unter Beachtung der Interessen der Mehrheitsgesellschaft, der deutschen Gesetze und Verfassung.

Die Generalkonsulin der Türkischen Republik, Frau Ece Öztürk Çil, würdigte in ihrer Rede die herausragenden Leistungen des Vorsitzenden des Integrationsrates in NRW und hob die Besonderheiten der offenen Integrationspolitik in NRW hervor, die Vorbild für alle Bundesländer sein könnten.

Der Vorsitzende des Integrationsrates in NRW Tayfun Keltek betonte in seiner Rede, dass Türken bzw. Türkischstämmige längst Bürger dieser Gesellschaft geworden seien. Das müsse vor allem deren Kindern und Kindeskindern vor Augen geführt werden. Türken und Türkischstämmige hätten längst das Recht erworben, hier in Deutschland zu leben. Herrn Keltek gehe es im Wesentlichen um Bildung und Chancengleichheit. In diesen Bereichen sei er vor allem langjährig im Rahmen seiner Mitgliedschaft in der SPD tätig geworden. Zu den Themenbereichen stellte er im Einzelnen die Möglichkeiten in NRW dar, gewisse Projekte umzusetzen, um den Nutzen daraus zu erkennen. So gäbe es diverse Projekte, die im Bereich der Bildung etwa vor allem türkischen Kindern zu Gute kämen. Hier ginge es um Gesamtschulen, um die Besonderheit der zweisprachigen Ausbildung in deutscher und türkischer Sprache, weiter um den Religionsunterricht. Gerade die Zweisprachigkeit türkischer Kinder sei ein immenser Gewinn für diese Kinder und würde große Chancen mit sich bringen. Die Zweisprachigkeit müsse soweit gehen, dass selbst in Kindergärten eine bilinguale Erziehung in deutscher sowie türkischer Sprache möglich sein müsse. Was die Chancengleichheit angeht, so gehe es im Wesentlichen um politische Teilhabe, hier zuförderst um das aktive wie passive Wahlrecht auf kommunaler Ebene. Gerade hier sei lange Zeit bereits sehr aktiv. Keltek hob immer wieder hervor, dass Türken bzw. Türkischstämmige sich stärker organisieren, sich vermehrt im „System Deutschland“ einbringen und sich wesentlich mehr mit der deutschen Presse auseinandersetzen müssten.

Im Rahmen einer Diskussionsrunde wurden sodann Vergleiche zu Bayern gezogen, die hier bestehenden Defizite, aber auch die Chancen in der Zukunft aufgezeigt.

Der Vorsitzende des TIAD, Emre Hizli, plädierte in seiner Schlussrede für einen Zusammenhalt der türkischen Bevölkerung, der über die ethnische, religiöse, kulturelle und politische Zugehörigkeit eines jeden Einzelnen hinaus für ein von Respekt und Toleranz getragenes Miteinander steht und dabei natürlich die Interessen sowohl der türkischen Bevölkerung als auch der Mehrheitsgesellschaft berücksichtigt und nach Möglichkeit immer aufgrund einer vernünftigen Abwägung ins Gleichgewicht bringt. Die türkische Bevölkerung müsse sich mehr mit den hier in Deutschland maßgeblichen Verfahren im weitesten Sinne auseinandersetzen und verstehen, um ggf. eigene, berechtigte Interessen geltend zu machen.

TIAD-VORSTAND.

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