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Deutsch-Türkischer Unternehmerverein in der Europäischen Metropolregion Nürnberg e.V.

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Presseerklärung vom 05.07.2010

Veröffentlicht von am in Presseerklärungen 2010
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Presseerklärung des Deutsch-Türkischen Unternehmervereins in Mittelfranken e.V. (TIAD) vom 05.07.2010 anlässlich der Einrichtung eines Arbeitskreises Integration in der CSU Nürnberg/Fürth/Schwabach

 

TIAD begrüßt die neue Einrichtung des Arbeitskreises für Integration in der CSU auf örtlicher Ebene, weist aber darauf hin, dass eine solche Einrichtung doch für ganz Bayern koordiniert werde müsse. Hier ist es schädlich, wenn es ein Nord-Süd-Gefälle geben würde, dies zumal in Bayern. Der Arbeitskreis Integration muss sich klar zu einer Kooperation mit den deutsch-türkischen, deutsch-russischen, deutsch-griechischen und weiteren Unternehmervereinen bekennen, soweit es aus Sicht eines Unternehmervereins um berufliche bzw. wirtschaftliche Integration geht. Migration hat gerade für die Metropolregion Nürnberg eine enorme Bedeutung. Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, sich eingehend mit den in Nürnberg, in Mittelfranken bestehenden ethnischen Ökonomien zu beschäftigen. Es geht um Gründung und Förderung der Stabilität der Migrantenökonomien. Ethnische Ökonomien beeinflussen mit ihrem wirtschaftlichen Potential gerade die allgemeine Beschäftigungs- und Wirtschaftsituation in den genannten Regionen. Es geht im Einzelnen um Entlastung des Arbeitsmarktes, Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze, Stärkung des interkulturellen Lebens in der Stadt – Bereicherung an Waren und Dienstleistungen etc. Eine funktionierende ethnische Ökonomie wirkt sich positiv auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stadtentwicklung aus.

 

TIAD empfiehlt die Einrichtung von Geschäftsbereichen des Arbeitskreises und orientiert sich hierbei an denen der Industrie- und Handelskammern (Standortpolitik und Unternehmensförderung, Berufsbildung, Innovation, Umwelt, International, Recht, Steuern, Kommunikation, Zentrale Aufgaben).

 

Allgemein schlägt TIAD diverse Aktivitäten vor, die der Arbeitskreis Integration unbedingt beherzigen sollte. Es geht vor allem um Information und Beratung über die Dienstleistungsangebote des Arbeitskreises Integration, weiter um Unternehmensbefragungen, themenbezogene Schulungen und Vernetzung mit wichtigen Arbeitsmarktakteuren.

 

Außerdem sind besonders wichtig

 

-         Informationsveranstaltungen

-         Dialogforen

-         Veröffentlichungen über Absatz- und Investitionsmöglichkeiten in der Türkei und in der

           Metropolregion Nürnberg

-         Basisinformationen zu steuerlichen, wirtschafts-, arbeits- oder genehmigungsrechtlichen Aspekten,

           Vermittlung zu spezialisierten Netzwerken

-         Information über aktuelle Geschäftsanfragen aus der Metropolregion und aus der Türkei

-         Delegationsreisen, Erkundung neuer Märkte, neuer Geschäftspartner

-         Aktuelle Termine und Veranstaltungen zu beiden Ländern

-         Zugang zu umfangreichen Marktstudien und Adressdaten bieten

-         Vielzahl von Seminaren, Informations- und Diskussionsveranstaltungen

          (Seminare in Sachen Kalkulation, Marktverhalten, Marketing, Werbung, Ausstellungen, Messen)

-         Kontakte zu Organisationen und Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung

-         Unterstützung bei der Abwicklung von Geschäften und der Suche nach Vertragspartnern und

           Geschäftspartnern

-         Hilfe durch mehrsprachige Fachkräfte, sprachliche und kulturelle Verständnisbarrieren zu meistern

-         Beratung, Betreuung und Begleitung bei der nachhaltigen Schaffung und Besetzung von

          Ausbildungsplätzen

-         bei der Beratung geht es um rechtzeitige, fachkundige und verständliche Beratung.

 

TIAD wünscht sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Integration. Es sollte an eine Statuierung einer Anlaufstelle gedacht werden, eines Ressorts speziell für türkische Unternehmen. Vermisst werden wesentlich mehr ausländische Mitarbeiter im Arbeitskreis, insbesondere russisch- und griechischsprachige Mitarbeiter.

 

Alles in allem wünscht sich TIAD eine derart enge Kooperation, dass zum einen in der Außenwirkung zum anderen aber auch im Innenverhältnis eine so starke, fachlich gut strukturierte Zusammenarbeit geschaffen werde, die Vorbild für andere Städte sein könnte. Hinsichtlich der Außenwirkung ist die Öffentlichkeitsarbeit angesprochen, nach innen muss man sich einfach näher kommen, der Arbeitskreis Integration der CSU muss die Potentiale innerhalb TIADs realisieren. Es gehe um Intensivierung der Zusammenarbeit und Aufbau eines Fundaments für die türkisch-deutsche Wirtschaftsbeziehung in der Metropolregion Nürnberg.

 

Mit einer ersten gemeinsamen Veranstaltung des TIAD und des Arbeitskreises Integration der CSU am 19.06.2010 wurde die Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl und Vorstände der deutsch-russischen und deutsch-griechischen Unternehmervereine eingeladen.

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